Biographie

Kaum eine Person war auf so vielen Underground Konzerten in der DDR und hielt diese mit der Kamera fest.

Christiane Eisler ist 1958 in Berlin geboren und für das Fotografiestudium an der HGB 1978 nach Leipzig gezogen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der sozialdokumentarischen Fotografie, besonders interessieren sie Jugendkulturen und vergleichende Betrachtungen von Orten und Menschen innerhalb größerer Zeitabstände. Das Portrait steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie ist für Zeitschriften, Unternehmen, Vereine und Institutionen mit ihrer Kamera unterwegs. Pünktlich zum Beginn des Wave-Gotik-Treffens 2018 lud die BStU-Außenstelle Leipzig zur Ausstellung „Wutanfall – Die Punkband im Visier der Stasi 1981 bis 1984“ ein. Am 19.05.2018 fand dazu die große Eröffnungsveranstaltung mit einem Vortrag, einer Podiumsdiskussion und einem Konzert statt. Die Ausstellung setzte sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Freiheitsdrang und  Repression in den frühen Achtzigerjahren in Leipzig  auseinander. Die Ausstellung zeigte neben einer Vielzahl von Akten erstmals auch Fotos und Privatmaterial der Bandmitglieder und ihres damaligen Umfelds.

Bereits im Mai 2017 veröffentlichte Christiane ihren bahnbrechenden Fotobuchband „WUTANFALL – Die Protagonisten damals und heute“ im Zusammenhang mit dem Warschauer-Punk-Pakt-Festival in Zusammenarbeit mit der Nato in der Galerie KUB in Leipzig, aus dem Fotos in der Kunstausstellung auf dem OstArt Festival ausgestellt werden.

Zusätzlich wird es am 09.11.2019 eine Präsentation gemeinsam mit Chaos, dem ersten Sänger von Wutanfall, geben. Christiane und Chaos werden uns von den Entstehungsgeschichten der Fotos erzählen, um den Besuchern einen Einblick in die damalige Zeit zu ermöglichen.

OstArt Festival

Christiane Eisler

Tag 1, 09.11.19 Kinobühne

Tag 1 & 2, 09.11.2019 – 10.11.19 Kunstausstellung

Homepage

Releases

  • 1989: „Menschenleben“ Ausstellungs- und Buchprojekt (Unikat) zum Thema Punk in der DDR in der Galerie NORD, Eröffnung am 9. November 1989
  • 1999 und 2009: „WendeWände“ Ausstellungs- und Buchprojekt mit den Kollegen der Fotoagentur transit über die Protagonisten der Montagsdemos 1989
  • 1981–2011: „Leipziger Osten 1981–2011“: Ausstellungsprojekt mit dem Fotografen Harald Kirschner über einen Leipziger Stadtteil, nach 30 Jahren erneut fotografiert
  • 2013: „Die Jugend der anderen“ Ausstellungsprojekt und Katalog über Jugendwerkhöfe in der DDR mit der Journalistin Gundula Lasch
  • 2008–2017: „Frauenportraits“ Ausstellungen und Broschüren in Zusammenarbeit mit der Leipziger Frauenkultur e.V. in der Kulturfabrik Werk 2, entstanden mit unterschiedlichsten Kooperationspartnern
  • 2017: WUTANFALL – Die Protagonisten damals und heute

Quelle: Christiane Eisler